Gemeinsamer Unterricht (früher GU) heisst nunmehr "Gemeinsames Lernen"

Wir sind in Bonn in der vergleichsweise glücklichen Lage, seit über 30 Jahren gewachsenen Gemeinsame Lernen zu haben. Ein unverzichtbarer Baustein für gutes Gemeinsames Lernen ist auch eine gute Kooperation mit der Stadt Bonn. Auch hat es immer wieder Eltern gegeben, die sich für die Belange ihrer behinderten Kinder in der Form eingesetzt haben, dass unser Verein über diese Zeit hinweg Bestand hatte und seine Ziele weiter verfolgen konnte.

Das alles bedeutet, dass man an vielen Kitas und Schulen hier bereits viel Erfahrung vorfinden kann, zum Teil sogar noch die Lehrerinnen oder Lehrer, die die ersten Kinder im Gemeinsamen Unterricht in Bonn begleitet haben. Die Ausweitung des Gemeinsamen Lernens, die seit 2009 nunmehr vonstatten geht, ist grundsätzlich zu begrüssen. Was es jedoch jetzt zwingend braucht, ist eine Klärung von Mindestqualitätsanforderungen für das Gemeinsame Lernen. Eltern müssen wissen, wie weitgehend die individuelle Förderung vor Ort gewährleistet werden kann, bevor sie das wichtigste - ihr besonderes Kind - einer allgemeinen Schule anvertrauen können. Die UN-Konvention sieht eine "qualitativ hochwertige inklusive Bildung" vor.

Gerade in den vergangenen Jahren wurden jedes Jahr neue Schulen verpflichtet, einige davon haben sich mit ganz viel Engagement und Bereitschaft zur Fortbildung auf den Weg gemacht. Viele Schulen machten sich jedoch auch aus sich heraus, aus dem Wunsch heraus, den Forderungen aus der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen folgend, Inklusion an ihren Schulen umzusetzen.

 

Sie können sicher sein: Wir als Verein Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen und Eltern behinderter und nicht behinderter Kinder freuen uns sehr über jede Regelschule, die Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsgedarf aufnimmt! Darüber hinaus wollen wir entsprechend unserer satzungsgemässen Zielsetzung diese Prozesse begleiten und befördern. Dies haben wir immer schon getan - scheuen sie sich nicht, uns anzusprechen.

Denn unser Anspruch ist:

Wir machen Inklusion (er)lebbar!