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17.7.2017

Weiter geht es nunmehr zum Pool:

GLGL kann sich - wie alle Träger von Schulbegleitung in Bonn - auf bestimmte Schulbegzugsräume bewerben. Eine Woche vor Schulferienbeginn waren die Ausschreibungsunterlagen online. Frist für die Abgabe der umfassenden Unterlagen ist der 18.8.2017, d.h. kurz vor Ende der Sommerferien.

Nach den Sommerferien wird dann die Verwaltung entscheiden, welcher Träger für welchen Schulbezugsraum den Zuschlag erhält.

Starten soll der Pool dann zum Schuljahr 2018/19. Und zu den Tagen der Offenen Türen an den Schulen soll im Schuljahr 2017/18 den Schulen bereits bekannt sein, mit welchem Träger sie zukünftig zusammen arbeiten sollen.

Wir können zu dem Ausschreibungsverfahren und dessen Terminierung nur sagen: Urlaub wird sowieso völlig überbewertet ;-)

 

 

5.4.2017

 

Der Schulausschuss vom 4.4.2017 hat konsensual folgende Maßgaben zum Beschlussvorschlag der Verwaltung verabschiedet. Die Verwaltung soll für die Ratssitzung eine um die folgenden Punkte erweiterte Stellungnahme vorbereiten:

-       Erweiterung der an der Steuergruppe Beteiligten um die Schulleitungen und Schülervertretungen

-       Feedbackrunde

-       Wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung des Umstrukturierungsprozesses

-       Individualanspruch / Persönliches Budget soll weiterhin bestehen bleiben

-       Schulbegleiter müssen im Vertretungsfall nicht schulformübergreifend eingesetzt werden

-       Fortbildungen für Schulbegleiter von Seiten der Verwaltung

Es ist KEIN empfehlender Beschluss des Schulausschusses an den Rat, es handelt sich um keine beschließende Empfehlung, sondern eine Maßgabe an den Rat.

 

 

30.3.2017

Die Beschlussvorlage der Verwaltung ist im Sozialausschuss gestern bei einer Enthaltung der LINKEN sowie zwei Enthaltungen der GRÜNEN beschlossen worden. Die SPD hat noch Fragen zu Protokoll gegeben, die bis zum Schulausschuss am kommenden Dienstag durch die Verwaltung beantwortet werden sollen.

Ob die neue Familiendezernentin den von LINKSFRAKTION und GRÜNEN geäusserten Wünschen auf weitere Beteiligung im Prozess, sowie mehr Transparenz, wie ein Übergang gestaltet werden soll - und auch deren Bedenken (Verwaltungsgerichtsurteil aus Darmstadt, das mit Vergaberecht nicht konform geht) aufgreift und hierzu Antworten liefern wird, bleibt abzuwarten.

 

Unsere Einschätzung:

Dass das Thema sehr komplex ist, wurde überaus deutlich - das Konzept zum Pool Schulbegleitung muss sich daran messen lassen können, dass es für die Schwächsten, d.h. für diejenigen, die sehr spezielle und weitgehende Bedarfe haben, und gleichzeitig geringe familiäre Ressourcen, zu keiner Verschlechterung oder zu neuen Barrieren kommt. Anderenfalls wirkt dieses Konzept exkludierend und wäre damit illegitim.

Verständlich ist, wenn die Verwaltung etwas Neues an den Start bringen will, dass sie es schnell umgesetzt sehen will. Dies darf aber nicht daran hindern, mit aller gebotenen Sorgfalt und einem guten Überlegen von Wechselwirkungen und Nebenwirkungen ans Werk zu gehen. Der Schulerfolg einer großen Anzahl von Kindern mit Behinderungen unserer Stadtgesellschaft Bonn, die als Risikokinder mit deutlich über den normalen Bedarfen ausgemacht sind, hängt nicht mehr und nicht weniger von der Sorgfalt der Umsetzung ab.

Hier muss Qualität vor dem Verändern gehen!

Wenn man sich die wirklich sehr richtigen Vorstellungen ansieht, wie die Zusammenarbeit Eltern Schulbegleitung - Lehrpersonal - Koordinator eines Trägers - Eltern zum jeweiligen Kind ausehen soll, stellt sich dann doch die Frage, wie dieses hochfachliche Unternehmen dieses multiprofessionellenTeams fachlich abgesichert und möglich sein soll, aus dem Personenkreis heraus, der aktuell zur Schulbegleitung arbeitet. Dies wäre eine Arbeitsplatzbeschreibung einer studierten Fachkraft.

Soweit für's Erste, wir werden im weiteren Verlauf hierzu berichten!

 

 

 

29.3.2017

Der General-Anzeiger Bonn heute zu den geplanten Veränderungen zum Pool Schulbegleitung. Danke für den ausführlichen Artikel!

 Unser Wunsch ist, dass noch mehr Menschen hierüber - und über unsere Positionierung - mehr Wissen über die komplexen Zusammenhänge rund um Schulbegleitung erlangen.

 

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27.3.2017

News zum "Pool Schulbegleitung" für Bonn. Unsere Impulse zum Beschlussvorschlag DS 1710854: GLGL bringt seine fachliche Expertise mit der seines Netzwerks und der Betroffenensicht von Eltern überein und positioniert sich zur Vorlage der Verwaltung. Lesen Sie die Problemsichten des Fachverbands GLGL, sowie die Sicht unserer Eltern als Betroffene.

Wir danken den Eltern, die uns zu diesem Beschlussvorschlag ihre ganz persönlichen Sichtweisen zugesandt haben! Die interessierten und engagierten Eltern von GLGL haben hier in Bonn immer schon eine Menge bewegt. Nicht nur für sich und ihre Kinder, aber auch für Viele, die sich grad halt nicht selbst kümmern können.

Dafür, dass wir das dann bündeln, mit unserer fachlichen Expertise und der unseres Netzwerks überein bringen und verschriftlichen, sind wir bekannt und - man rechnet mit uns.

 

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16.3.2017

Wir stellen Ihnen und euch hier den aktuellen Stand zu den von Seiten der Verwaltung geplanten Veränderungen zur Schulbegleitung in Bonn zur Verfügung.

Lesen Sie hier die Beschlussvorlage
Lesen Sie hier die Konzeptvorlage

Die Reihenfolge der Beratung in den Ausschüssen des Rates der Stadt Bonn ist wie folgt terminiert:

29.03.2017 Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen

04.04.2017 Schulausschuss

05.04.2017 Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie

11.05.2017 Rat der Stadt Bonn

Die Ausschüsse tagen in öffentlicher Sitzung jeweils ab 18 Uhr im Stadthaus.

Diese Beratungsfolge ist so zu verstehen, dass mit dem 11.5. die Entscheidung fällt und die Verwaltung einen Auftrag erhält, so oder auch anders vorzugehen -  sofern Politik hier nicht noch einmal vertagt, um Zeit für weitergehende Beratung zu schaffen. Es können auch Änderungsanträge, über die Politik initiiert, eingebracht werden.

Überaus bedauerlich ist aus unserer Sicht, dass diese Vorlage erst 10 Tage vor dem ersten hierzu tagenden Sozialausschuss veröffentlicht wird. Dies auch, nachdem die Verwaltung seit dem letzten "Qualitätstag Schulbegleitung" im Mai vergangenen Jahres hieran gearbeitet hat, wir berichteten. Und auch, dass alle, die im Prozess durch die Stadt einbezogenen Beteiligten nicht gleichzeitig aktiv über die Ergebnisse informiert worden sind.

Die Bonner Politik soll nun in der Kürze der ihr zur Verfügung stehenden Zeit zu einer Bewertung kommen - zu einem Konzept, das für geschätzt ein Drittel aller Kinder mit Behinderungen in Bonn von erheblicher Bedeutung sein wird. In derart schwierigen Zeiten, in denen Inklusion als generell mangelversorgt von allen Beteiligten empfunden wird, ist dies eine überaus herausfordernde Aufgabe.

Dass der Stadt die Qualität von Schulbegleitung am Herzen liegt, kann man sicherlich daran sehen, dass nunmehr neun Ämter an der Erarbeitung beteiligt sind. Gut finden wir, dass wir an vielen Stellen ein echtes Bemühen um eine Verbesserung der Qualität wahrnehmen. Dass die Schulen auch hier in die Pflicht genommen werden sollen, ebenso. Nur, haben sie die Schulen hierzu gefragt?

Im Konzept finden wir eine sehr umfassende Auflistung der Schwierigkeiten, die aktuell im Rahmen von Schulbegleitung auftreten (S. 2f des Konzepts). Allerdings bleibt die Verwaltung uns die Antwort, wie und wo (und warum) konkret der Pool diese Schwierigkeiten auflösen soll, weiterhin schuldig. Auch die Ausstattung, Rahmenbedinungen und Ressourcen werden in Gänze nicht behandelt.

Nunmehr stellt sich für Eltern von Kinder mit Behinderungen die Frage, ob durch dieses Konzept eine Verbesserung der Versorgung ihres Kindes in der Tat gewährleistet werden wird, sowie eine Minimierung des bürokratischen Aufwandes die Folge sein wird.

Bei der Zusammensetzung der Steuergruppe stellt sich uns noch die Frage, warum hier die Schulleitungen nicht mehr dabei sein sollen - und ob hier nicht etwas für Bonn wesentliches fehlt, wenn der Fachverband GLGL nicht dabei ist?

Wenn Sie an den geplanten Veränderungen teilhaben und bei der Positionierung von GLGL mitwirken möchten, melden Sie sich bitte bei uns - 0228 /030 414 030 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.