Inklusion braucht Ressourcen um gelingen zu können

12.11.2014
PRESSEMITTEILUNG

Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen sieht mit großer Sorge, dass der geplante Zuwachs an Kindern für die inklusiven Schulplätze in erster Linie weiterhin auf die Gesamstschulen verteilt werden soll, die dann deutlich mehr Kinder mit Behinderungen aufnehmen sollen als bisher - der Ratsbeschluss hierzu wird voraussichtlich morgen gefasst werden.
Ob und in welchem Umfang die hierfür dringend benötigten räumlichen und personellen Ressourcen für die nun ausweitenden Gesamtschulen zur Verfügung gestellt werden, ist mehr als fraglich. Mehr Schule mit Inklusion = mehr Ressource?

150 Anmeldungen für inklusive Plätze für nächstes Schuljahr - selbst mit der Erhöhung der Zahl können Gesamtschulen nicht alle Kinder mit Behinderungen aufnehmen. Es ist für alle Beteiligten unzumutbar, dass die Hauptschulen alle überzähligen Schüler mit Förderbedarf aufnehmen müssen.

Jetzt ist definitiv der Zeitpunkt gekommen, dass die Gymnasien ihre Pflicht zur Inklusion wahrnehmen müssen.

GLGL fordert die Stadt Bonn auf, zusammen mit der Schulaufsicht dafür zu sorgen, dass mindestens drei Gymnasien zum kommenden Schuljahr inklusiv werden. Zur Vorbereitung ist noch genügend Zeit, wenn jetzt begonnen wird.