Deutsches Institut für Menschenrechte wirbt für Versachlichung der Debatte
Bundesländer müssen notwendige Rahmenbedingungen schaffen

Berlin (ots) - Schulische Inklusion ist für viele Lehrkräfte und Eltern zu einem Reizthema geworden, manchen erscheint sie angesichts vorhandener Umsetzungsprobleme schon gescheitert. Doch inklusive Bildung ist ein Menschenrecht, zu dessen Umsetzung sich Deutschland völkerrechtlich verpflichtet hat.

7. 9. 2017

Pressemitteilung

 

Inklusionskongress beginnt in Köln

Deutsches Institut für Menschenrechte fordert zu diesem Anlass von Schulministerin Gebauer ein Gesamtkonzept für den Aufbau der inklusiven Bildung

In Köln beginnt morgen der dreitägige Kongress „Eine Schule für Alle. Inklusion schaffen wir!“




PRESSEMITTEILUNG GEMEINSAM LEBEN, GEMEINSAM LERNEN NRW     

7.3.2017

Heute beginnt vor dem Landgericht Köln der Schadenersatz-Prozess von Nenad M. gegen das Land NRW.  Der junge Mann, der heute auf dem Weg zum Realschulabschluss ist, hat mehr als 10 Jahre lang bis kurz vor seinem 18. Geburtstag die Sonderschule „Geistige Entwicklung“ besucht – gegen seinen Willen.

Obwohl Nenad schon früh begann, seine Lehrer um einen Wechsel auf eine andere Schule zu bitten, bescheinigte auch die Kölner Sonderschule jedes Jahr wieder, Nenad habe eine geistige Behinderung und müsse auf der Sonderschule bleiben. Dabei hatten sie selbst erkannt, dass bei Nenad M. keine geistige Behinderung vorliegt. Die Beschulung auf der Sonderschule „geistige Entwicklung“ wurde in den Förderplänen mit fehlender Disziplin und sozialen Schwierigkeiten begründet.




mittendrin e.V.


PRESSEMITTEILUNG


Niemand sollte den Film "ICH.DU.INKLUSION." zum Anlass nehmen, den Aufbau inklusiver Bildung stoppen, verlangsamen oder komplett in Frage stellen zu wollen.


Gemeinsame Erklärung mit dem Regisseur Thomas Binn
 




"Sehr geehrter Herr Armin Laschet, sehr geehrter Herr Christian Lindner,

Sie bewerben sich als Spitzenkandidaten Ihrer Parteien um das Amt des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalens. Für Ihre Wahlkampf-Angriffe auf die amtierende Landesregierung haben Sie sich insbesondere das Thema Inklusion ausgesucht. Auf Ihrer Suche nach besonders schlagkräftigen Argumenten zeichnen Sie dabei geradezu katastrophische Bilder, benutzen bedrohliche Metaphern und ziehen Argumentationslinien, die unsere Kinder mit Behinderung als Störer von Schulfrieden und Bildung denunzieren. Als Eltern von Kindern mit Behinderung möchten wir Sie mit diesem Brief darauf aufmerksam machen, dass Sie mit ihrer parteipolitisch motivierten Rhetorik massiven Schaden anrichten. "

 

Unsere Stellungnahme dazu:


Der zuletzt veröffentlichte offene Brief der Elternvereine für inklusive Bildung in NRW an Armin Laschet und Christian Lindner veranlasst die Landesschüler*innenvertretung NRW zu folgender Stellungnahme: