18.9.2015

 

Nordrhein-Westfalen erlebt vom 22. September an eine Werbekampagne der besonderen Art. Unter dem Slogan „Inklusion – schaffen wir!“ werben Prominente auf 1.250 Großflächenplakaten in NRW für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Gestaltet, organisiert und finanziert wurde das Ganze nicht etwa durch staatliche Stellen, Stiftungen oder Unternehmen, sondern von der Zivilgesellschaft. Der Kölner Verein mittendrin e.V. hat die Plakataktion gemeinsam mit Kooperationspartnern aufgelegt – als Teil einer Imagekampagne für Inklusion, die seit dem Frühjahr auf den relevanten Social-Media-Kanälen läuft.

Es sind die Menschen mit Behinderung selbst, ihre Freunde und Eltern, denen die oft negativ gefärbte Debatte über Inklusion, vor allem die schulische Inklusion, zunehmend ans Gemüt geht. Im Streit, ob die Inklusion zu schnell eingeführt wird, zu teuer oder zu schwierig ist, werden Menschen mit Behinderung gedankenlos als Last und Belastung thematisiert. „Hierbei scheinen Einige zu vergessen, dass der Leitgedanke der Inklusion zu den akzeptierten Grundpfeilern unserer Gesellschaft zählt und schlicht und einfach lautet: Alle gehören dazu.“, so Tina Sander, Projektleiterin der Kampagne beim mittendrin e.V.

Die Kampagne „Inklusion – schaffen wir!“ fordert auf, Farbe zu bekennen. Jede und Jeder ist aufgerufen, gegen die Verzagtheit des „zu schnell, zu schwierig, zu teuer“ sein persönliches Bekenntnis zur Inklusion zu posten und vor allem eigene Inklusions-Geschichten öffentlich zu machen. So werden die „Inklusion – schaffen wir!“-Seiten zum lebendigen Beweis, dass Inklusion keine Träumerei ist, sondern von vielen Menschen in Deutschland gelebt wird, gelingt und Spaß macht.

Wer die Kampagne verbreiten und unterstützen möchte, findet auf der Webseite www.inklusion-schaffen-wir.de das Logo zum Download, um die Kampagne von der eigenen Seite aus zu verlinken.

Die prominenten Bekenner auf den Großflächenplakaten sind die Schauspielerin Annette Frier, der ehemalige Fußballer und "Let´s Dance"-Sieger Hans Sarpei (VFL Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen, Schalke 04), der Aktivist Raúl Krauthausen und die Spieler Timo Horn und Milos Jojic vom 1. FC Köln.

Die Plakate gibt es ab sofort auch im Download - zum Nachdrucken, Verbreiten...

 

 

Unsere Ergänzung: Eigentlich handelt es sich hierbei um eine staatliche Aufgabe, denn so hat die Bundesrepublik Deutschland die Konvention ratifiziert und so liest es sich im Orignialtext der UN-Konvention:

"Artikel 8 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Ver­tragsstaaten zu sofor­ti­gen, wirk­samen und geeigneten Maß­nah­men der Bewusst­seins­bil­dung. Ziel ist es, in der Gesellschaft das Bewusst­sein für Men­schen mit Behin­derun­gen zu schär­fen und die Achtung ihrer Rechte und ihrer Würde zu fördern....." Lesen Sie hier den vollständigen Text.