Neuigkeiten

Fachbeirat inklusive schulische Bildung

Empfehlungen an die Landesregierung

Der Fachbeirat hat sich in den vergangenen drei Jahren mit verschiedenen Fragen der Umsetzung des "1. Gesetzes zur Umsetzung der UN BRK" (9. SchrÄG) befasst - und weil die Themen so komplex waren und Zeit nicht für alles reichte, sich entschieden, die folgenden sechs zunächst zu bearbeiten.

Der Fachbeirat hat diese Empfehlungen nach intensiven und phasenweise überaus kontroversen Diskussionen am vergangenen Freitag gemeinsam verabschiedet und nunmehr damit die Übergabe an den Inklusionsbeirat (angesiedelt im MAIS) initiiert damit sie dort vorgelegt und verabschiedet werden können - und somit als ein Votum an die jetzige und zukünftige Landesregierung aus fachlicher Sicht gesehen werden können / sollen.

Lesen Sie hier die Entwurfsfassung der Empfehlungen des Fachbeirats inklusive schulische Bildung an das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW

6. Februar 2017

Schule muss nach der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem weiterentwickelt werden. Allen Kindern und Jugendlichen ist in ihrer Verschiedenheit die Teilhabe an Bildung und zwar in allen Schulformen und Klassenstufen zu gewährleisten. In diesem Umgestaltungsprozess ist die Politik gefordert, die entsprechenden Strukturen zu schaffen und für die erforderlichen Finanzmittel zu sorgen.

Hierbei sind im Rahmen der Kultusverantwortung in erster Linie die Länder gefragt, ein Schulsystem zu entwickeln, das der UN-BRK entspricht. Derzeit ist die Situation heterogen und es fehlt vielerorts an einem inklusiv-pädagogischen Gesamtsystem. In einem inklusiven Bildungssystem entwickelt sich Schule zu einem multiprofessionellen Bildungsort, an dem Kinder und Jugendliche in ihrer Unterschiedlichkeit und mit ihren verschiedenen Bedarfen eine Struktur zur Teilhabe an Bildung vorfinden und die verschiedenen Partner auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Um die während dieses Entwicklungsprozesses noch existierenden Defizite auszugleichen, wird derzeit überwiegend auf die von der Eingliederungshilfe finanzierten Schulbegleitungen zurückgegriffen. Auf Grundlage des individuellen Unterstützungsbedarfs wird so versucht, die Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung gleichermaßen in Regel- und Förderschulen sicherzustellen. In Weiterentwicklung dieser individuellen 1:1-Betreuung sind unterschiedliche Pool-Modelle entstanden.

Vollständige Empfehlung/Stellungnahme vom 14.12.2016 [PDF, 110 KB]

Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V.: "Von der Schulbegleitung zur Schulassistenz in einem inklusiven Schulsystem"

 

 

 




21.10.2016

aus der Reihe Menschen hautnah am 20. Oktober 2016, 22.40 - 23.25 Uhr

Im Filmbericht Für dumm erklärt wird dargestellt, wie der Schüler Nenad elf Jahre lang eine Förderschule besuchte und als geistig behindert eingestuft war. Jetzt  soll der Beweis angetreten werden, dass diese Diagnose völlig falsch war. Nenad ist ein Schüler mit Fluchterfahrungen, der kein Deutsch konnte, als er eingeschult wurde und der deshalb kein Wort sprach.

Es wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben und offensichtlich ein Intelligenztestverfahren durchgeführt, das im Ergebnis zu einem sehr niedrigen sogenannten Intelligenzquotienten (IQ) führte. Deshalb kam der Junge auf eine Förderschule und fühlte sich ständig unterfordert, ohne dass jemand die Fehlplatzierung erkannte.




Es weihnachtet ...

... und Spenden sind herzlich erwünscht!

kurz vor Jahresende blicken wir zurück auf ein besonderes Jahr: gemeinsam haben wir in einer Festveranstaltung 35 Jahre unseres Vereins gefeiert, mit hohen Gästen aus Politik und Verwaltung und mit mehreren Hundert Weggefährten, die uns über die Jahre als Kinder, Eltern und Lehrende begleitet haben. Aus einer kleinen Gruppe, die etwas damals „Verrücktes“ wollte, nämlich die gemeinsame Schule für alle Kinder, ist eine in der Stadt Bonn und darüber hinaus anerkannte Fachorganisation geworden, die nach wie vor und trotz vieler Widerstände versucht, noch mehr zu „verrücken“, um Inklusion in Bonn zu ermöglichen.




PRESSEMITTEILUNG VON GEMEINSAM LEBEN, GEMEINSAM LERNEN NRW      

KINDER ZU UNRECHT IN SONDERSCHULEN?


ELTERNVERBAND FORDERT ÜBERPRÜFUNG ALLER SONDERSCHULEN


12.12.2016 Der Elternverband Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen NRW fordert, alle Sonderschulen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung mit Hilfe einer Sonderkommission zu überprüfen. Der Verband wird von Schulministerin Sylvia Löhrmann beim Verbändegespräch des MSW am Dienstag, dem 13.12.2016 verlangen, dass eine solche „Soko Sonderschule“ bei sämtlichen Schülerinnen und Schülern der Sonderschulen überprüft, ob sie tatsächlich eine Behinderung haben.