29.4.2016

 

Für das nächste gemeinsame Gespräch mit Frau Ministerin Löhrmann und Herrn Staatssekretär Hecke mit den Vertreterinnen und Vertretern der Elternverbände hat GLGL NRW folgende Themen eingereicht - lesen Sie hier die Schwerpunkte, die wir mit der Schulministerin und ihrem Mitarbeiterstab diskutieren wollen:


1. Kriterium Wohnortnähe

* Widerstreit des "Kriteriums Wohnortnähe für die Aufnahme an einer Schule" /  "angemessene Vorkehrungen"
Wie soll die Schulaufsicht mit Bedenken hinsichtlich der zugewiesenen Schule des gemeinsamen Lernens verfahren und was können Eltern tun, wenn sie an der zugewiesenen Schule nicht die notwendigen Vorkehrungen vorfinden?

* Wann ist damit zu rechnen, dass es eine Aktualisierung der Schülerfahrkostenverordnung gibt, die eine Schlechterstellung der inklusiven Schulen im Vergleich Förderschulen u.a dadurch auflöst, dass z.B. die tatsächlich besuchte Schule des Gemeinsamen Lernens unabhängig vom Kriterium der  Wohnortnähe für die zu übernehmenden Fahrkosten maßgeblich wird.


2. Beratung

* Wie kann aus Sicht der Landesregierung die zielgerichtete Beratung in die Förderschulen beendet werden?

* Wie will das MSW den unabdingbaren Bedarf an unabhänger Bildungsberatung durch inklusiv orientierte Peer-Berater unterstützen?


3. Qualität

* Wann ist damit zu rechnen, dass es Qualitätskriterien für Gemeinsames Lernen gibt?

* Wann ist damit zu rechnen, dass es qualitätsgesicherte Aufgabenlisten für anerkannte Tätigkeiten von "Klassenassistenzen im Pool" gibt. Wann ist mit validen Instrumenten für die Klärung des individuellen Unterstützungsbedarfs im Gemeinsamen Lernen für SuS mit "echter" Behinderung zu rechnen?


4. Berufskollegs

* Wie ist der Sachstand bei der Umsetzung der inklusiven Bildung am Berufskolleg? Wann tritt die geänderte AO-SF in Kraft? Welche Vorschläge und Anmerkungen der beteiligten Verbände werden in die geänderte AO-SF einfließen?

* Gibt es über die im Beirat vorgestellten Überlegungen hinaus Konzept-Überlegungen für die inhaltliche Ausgestaltung der inklusiven Angebote an Berufskollegs. Wer ist mit diesem Thema befasst? zu welchem Zeitpunkt werden Eltern in die konzeptionellen Überlegungen einbezogen?

* Wie wird die Inklusion an Berufskollegs kommuniziert? Ist eine Kampagne pro Inklusion am Berufskolleg geplant, um zu verhindern, dass sich eine ähnlich negative Wahrnehmung in der Öffentlichkeit entwickelt, wie dies nach dem 9.SchRÄG erfolgt ist?