Wir sind auch auf Landesebene in NRW aktiv:

Beim Verbändegespräch treffen die Vertreter der Elternverbände der verschiedenen Schulformen die Schulministerin und ihren Mitarbeiterstab persönlich im Ministerium in Düsseldorf. Folgende Fragen hat GLGL NRW für das nächste Treffen am Montag, 9.11.2015 eingereicht:

1. Fortgang Lehrerstellen (nach Budgetierung von LES): Welche Mindeststunden an Doppelbesetzung mit Sonderpädagogen hält die Landesregierung für unverzichtbar?

2. Ab welcher Klassengröße ist GL aus Sicht des Schulministeriums qualitativ nicht mehr darstellbar?

3. Welche Projekte sind geplant zur Stärkung des GL an Gymnasien?

 

4. Wir bitten um Klärung: Welche nachsteuernden Regelungen werden für die Fälle getroffen, wenn es um ein Aufheben eines Förderbedarfs am Gymnasium geht?   Gerade wenn zieldifferente Kinder an die Schule kommen, was passiert in Klasse 10? Kann man die 9 wiederholen? Kann es Kooperationsklassen mit einem Berufskolleg geben? Es braucht diese Klarheit, nachlesbar, mit der wir in den Schulen verhandeln können.

5. Wie ist der aktuelle Stand zu den Qualitätsstandards für GL?

6. Wie kompensieren Schulen die Budgetierung LES - welche Rückmeldungen gibt es dazu von den Schulen? Ist es so, dass das Ermöglichen von Inklusion für Kinder mit LES erschwert wird, weil sie "unattraktiv" für die Aufnahmeentscheidung geworden sind?

7. Schülerspezialverkehr- wann ist mit einer inklusionsförderlichen und zeitgemässen Anpassung der Verordnung zu rechnen? Wir benötigen eine Koppelung des  "Kriteriums Wohnortnähe" an die "angemessenen Vorkehrungen"

8. Wie kann das Land sich klar positionieren, dass es einen Rechtsanspruch auf Inklusion gibt, nicht aber einen Rechtsanspruch auf Exklusion? Alle staatlichen Ebenen
sind der Umsetzung der UN-Konvention verpflichtet!

9. Wie sind die Auswirkungen der Verfassungsklage einzuschätzen (http://www.vgh.nrw.de/pressemitteilungen/06_150803/index.php)?

10. Wann wird damit begonnen, unabhängige Beratung als Qualitsätmerkmal für Inklusionsberatung festzuschreiben? Peer-Beratung im Sinne der UN-Konvention gibt es bislang ausschliesslich in den Elternvereinen? Deren Arbeit wird derzeit noch nicht finanziell hinterlegt.

Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch.