Im Vorfeld dieses Austausches mit der Schulministerin dürfen wir als Elternvereinigung unsere Fragen an die Schulministerin einreichen. Dieses Mal nun haben wir folgende Punkte zusammen getragen:

 

Sehr geehrte Frau Richartz,

für den Verband Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW e.V. bitte ich, bei dem Gespräch die folgenden Punkte im Rahmen der Tagesordnung zu berücksichtigen:

1. Der Entwurf zur Änderung der Schüler-Fahrkostenverordnung und seine Bedeutung für Kinder mit Behinderungen

2. Zunehmende Exklusion behinderter Kinder, die nicht zu den Förderschwerpunkten Lernen, Emotionale und Soziale Entwicklung & Sprache zählen.

 

3. Offenen Fragen zur Umsetzung der Inklusion:

3.1 Welche Maßnahmen der Landesregierung, um die Gymansien in die Pflicht zur Umsetzung der UN-Konvention zu nehmen? Sind hierzu Fortbildungsmodule und ermutigenden Coachings angedacht? Welche Benchmarks setzt die Landesregierung als zu erreichende Quote von Integration in Gymnasien in den nächsten 5 bzw. 10 Jahren? S. Dazu den offenen Brief aus Bonn: http://www.gl-bonn.de/aktuelles/neuigkeiten/100-inklusion-geht-alle-an

3.2 Wie kann die Landesregierung sicherstellen, dass die zum 1.2. geflossenen Gelder für Inklusion an die Kommunen im Falle eines Haushaltssicherungskonzeptes nicht in den allgemeinen Töpfen untergehen? (Verwendungsnachweise etc?)

3.3 Welche Anreizkonzepte hat die Landesregierung, damit Inklusion im Ganztag leichter wird und mehr Übermittagsbetreuungsangebote für berufstätige Eltern von Kindern mit Behinderungen möglich werden?

3.4 Wie ist geplant, Qualitätsmindeststandards für das Gemeinsame Lernen festzustellen, damit Eltern nicht mehr die „Katze im Sack“ kaufen müssen, sondern verlässliche Strukturen vorfinden und sie so tatsächlich auch erst in die Lage versetzt werden, ihr Wahlrecht auszuüben?

3.5 Im Koalitionsvertrag ist von einer Schiedsstelle Inklusion die Rede. Wie weit sind die Vorbereitungen hierfür gediehen?

3.6 Wann können wir damit rechnen, dass Schulbegleiter auch im Nachmittagsbereich finanziert werden? Immer noch werden von Seiten der OGSsen Kinder mit Förderbedarf z.T. gar nicht erst angenommen. Diese Schlechterstellung des Gemeinsamen Lernens im Vergleich zur Förderschule, die in der Regel Ganztagsschule ist, bzw. diese Ungleichbehandlung, ist nicht mehr zeitgemäß.

Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch

Mit besten Grüßen

Michael Baumeister

Gemeinsam Leben Gemeinsam Lernen NRW e. V. Der Inklusionsfachverband Vorstand

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